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Arbeiten auf Ibiza: Saison, Unterkunft und Behörden

Arbeiten auf Ibiza und Formentera: wann eingestellt wird, warum die Unterkunft vor der Zusage geklärt sein muss, welche Ämter zuständig sind.

Vokaro-Redaktion · Zuletzt geprüft am

Ibiza gehört mit Formentera, Mallorca und Menorca zu den Balearen. Für die Arbeit heißt das: dieselben Ämter, derselbe Tarifvertrag im Gastgewerbe und dieselbe zweite Amtssprache wie auf Mallorca. Anders ist das Leben auf einer kleineren Insel – und eine Saison, die den Arbeitsmarkt bestimmt.

Die Saison

Wie stark der Sommer auf den Balearen zählt, zeigen die Zahlen des Statistikamts der Inseln: Im August 2025 kamen mehr als elfmal so viele Touristen auf die Balearen wie im Januar 2025 (IBESTAT). Im August 2025 waren die Balearen zugleich das wichtigste Ziel internationaler Touristen in ganz Spanien, mit 22,5 % (INE, FRONTUR). Auf Ibiza heißt das: Hotels, Restaurants, Beach Clubs und Freizeitbetriebe stellen für den Sommer ein, viele Stellen werden im Frühjahr besetzt und enden im Herbst.

Der übliche Vertrag dafür ist der fijo discontinuo – unbefristet, mit Ruhezeit im Winter und Rückruf zur nächsten Saison. Wer genug Beitragstage hat (mindestens 360), kann in der Pause Arbeitslosengeld beziehen; der Antrag muss innerhalb von fünfzehn Tagen nach dem Ende der Saison gestellt werden.

Erst die Unterkunft, dann die Zusage

Auf einer Insel lässt sich eine Wohnung nicht mal eben in der Nachbarstadt suchen. Kläre deshalb vor der Zusage, wo du wohnen wirst. Stellen mit gestellter Unterkunft lösen das Problem für die Saison – frag, was sie kostet, ob es vom Lohn abgezogen wird und was mit dem Zimmer passiert, wenn das Arbeitsverhältnis endet. Lass es in den Vertrag schreiben.

  • Zahle nie eine Kaution oder Reservierung für ein Zimmer, das du nicht gesehen hast.
  • Für den Padrón brauchst du einen Mietvertrag oder die Zustimmung des Wohnungsinhabers – auch bei Personalunterkünften.
  • Wer auf Formentera arbeitet und auf Ibiza wohnt (oder umgekehrt), pendelt mit der Fähre – mit Residentenrabatt deutlich günstiger, siehe unten.

Die Ämter

  1. 01Padrón: Eintragung im Einwohnerregister deiner Gemeinde, etwa in Eivissa, Sant Antoni de Portmany oder Santa Eulària des Riu.
  2. 02Registrierung bzw. NIE: EU-Bürger, die länger als drei Monate bleiben, lassen sich innerhalb von drei Monaten nach der Einreise bei der Ausländerbehörde oder Polizei der Balearen registrieren.
  3. 03Gesundheitskarte: von IB-Salut, beantragt im Gesundheitszentrum, sobald dich der Arbeitgeber bei der Sozialversicherung angemeldet hat – wie auf Mallorca.
  4. 04Arbeitsamt SOIB: Beim Servei d'Ocupació de les Illes Balears meldest du dich arbeitsuchend; das Arbeitslosengeld zahlt der staatliche SEPE.

Residentenrabatt

Wer auf den Balearen gemeldet ist, bekommt 75 % Rabatt auf Linienflüge und Fähren zum Festland und zwischen den Inseln (Real Decreto 1316/2001) – also auch auf die Fähre nach Formentera und den Flug nach Mallorca. EU-Bürger weisen das mit dem Registrierungszertifikat und ihrem Ausweis nach.

Tarifvertrag und Sprache

Im Gastgewerbe gilt der Tarifvertrag der Balearen, derselbe wie auf Mallorca; er legt Lohn je Kategorie, Zulagen und Arbeitszeit fest, und der Text steht im staatlichen Register REGCON. Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch; für Behördengänge reicht Spanisch. Ob ein Betrieb weitere Sprachen verlangt, steht in der Anzeige.

Wann sollte ich mich für die Saison auf Ibiza bewerben?

Im Winter und Frühjahr: Viele Saisonstellen werden vor dem Sommer besetzt, wenn die meisten Gäste kommen.

Gilt auf Ibiza derselbe Tarifvertrag wie auf Mallorca?

Im Gastgewerbe ja: Für alle Inseln gilt der Tarifvertrag des Gastgewerbes der Balearen.

Wo melde ich mich auf Ibiza arbeitsuchend?

Beim SOIB, dem Arbeitsamt der Balearen. Das Arbeitslosengeld zahlt der SEPE; den Antrag nach der Saison innerhalb von fünfzehn Tagen stellen.

Lohnt sich eine Stelle mit Unterkunft?

Für die Saison oft ja, weil sie das Wohnproblem löst. Prüfe, was sie kostet, ob es vom Lohn abgezogen wird und was beim Ende des Vertrags gilt – und lass es schriftlich festhalten.

Quellen

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